radical
left II
back on track
Texte/Ideen/Analysen/Berichte
zu den Themen
- Hintergründe zum
Naziaufmarsch am 14.10.....................................S.2+3
- Innenministerkonferenz in
Nbg.........................................................S.4- 6
- Sozialraubsdemo in
München..........................................................S.6+7
- Veranstaltungstipps &
Layoutverweise..............................................S.7+8
h e i ß e r H e r b s
t 2 0 0 6
N
ü r n b e r g
Intro
Sozialkürzungen
an allen
Ecken und Enden, egal ob
rot/grün, Hartz IV, Mehr- und
Zwangsarbeit, egal ob schwarz/
rot, Massenarbeitslosigkeit
und unsichere (Mini)Jobs, egal
ob Jamaika- oder Ampelkoalition,
Studiengebühren, Bildungsabbau
und Gesundheitsentsorgung: Die
neoliberale Wirtschaftsideologie -
die Freiheit des Marktes auf Kosten
derjenigen, die nichts anderes
haben, als ihre Arbeitskraft immer
billiger zu verkaufen, durchzieht die
Kontinente. Wenige Reiche werden
reicher, die vielen Anderen ärmer.
Egal ob hier, übers Land hinaus oder
global gesehen: Profitmaximierung
scheint grenzenlos und kaum zu
stoppen. Die Wenigen haben das
Sagen und bestimmen derzeit den
Lauf der Dinge. Sie führen Kriege
und spielen uns gegeneinander
aus, viel zu Viele sind noch in der
Systematik gefangen, schimpfen
und poltern zwar, treten aber noch
viel zu oft nach unten, anstatt nach
Oben zu schlagen!
Von den Vielen sind es zur Zeit nur
Wenige, aber es werden immer
mehr, die sich wehren, die sagen,
so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Über die Zukunft sind sich Viele
der Wenigen noch uneins. Den
Kapitalismus überwinden wollen
wohl aber die Meisten. Das Ziel im
Blick braucht es Zeit, braucht es
Wissen und Praxis, Organisierung
und Vernetzung, Kreativität und
Durchhaltevermögen, Bündnisse
und Zusammenarbeit. Die Radikale
Linke (RL) Nürnberg will dazu
aufmuntern, sich zu widersetzen,
sich zu verweigern, es sich nicht
mehr gefallen zu lassen, zu
kämpfen, die Systemfrage zu
stellen und Ideen zu entwickeln,
wie es anders aussehen könnte.
Wenn Allen alles gehört, Niemand
weniger hat, weder Hautfarbe noch
Geschlecht eine Rolle spielt. Dafür
gilt es aktiv zu werden, hier, über
die Grenzen hinaus, global.
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