Donnerstag,
17. April, 21.00
Uhr
Spielfilm
zu
Tupamaros
Als
die Tupamaros, die Stadtguerilla
Uruguays, einen US-Bürger in Montevideo entführen,
versteht zunächst niemand die Hintergründe dieser Tat
… Der Film ist ein packender Politkrimi. Er schildert die
sozialen und politischen Zustände in einem
südamerikanischen Land und kritisiert die Praktiken der
us-amerikanischen Weltmachtpolitik. Der Film bezieht sich auf den
authentischen Fall eines US-Agenten, der 1970 in Uruguay als
Entwicklungshelfer getarnt das diktatorische Regime
unterstützte.
Donnerstag,
15. Mai, 21.00
Uhr
Die
Macht der
Männer ist die Geduld der Frauen
BRD 1978, Regie: Cristina Perincioli,
75
min
„Als
ich 1974 in England die ersten
Häuser für misshandelte Frauen sah, begann ich in
Berlin
Frauen zu Gewalt von Partnern zu befragen und fand ein nie geahntes
Ausmaß an Misshandlung. Wir – Frauen aus der
Frauenbewegung und engagierte Journalistinnen – fingen nun
an, die öffentlichkeit zu mobilisieren. 1976 entstand in
Berlin das erste Frauenhaus. 1978 drehten wir diesen Film zusammen
mit Frauen aus diesem Frauenhaus. International erfolgreich
verstärkte der Film die Frauenbewegung in Deutschland,
Australien, Kanada, den USA, der Schweiz, österreich, Schweden
und Indien. Der Titel wurde zur Parole.“ (Cristina
Perincioli)
Donnerstag, 29. Mai,
21.00
Uhr
Sir!
No! Sir! -
US-Militärs gegen den Vietnam-Krieg
USA 2005, Regie:
David Zeiger, 55 min
Am
6. November 1965 trug Leutnant Henry Howe
auf einer Antikriegs-Demonstration ein Transparent mit der
Aufschrift „Beendet die faschistische Aggression von
Präsident Johnson in Vietnam“. Howe wurde deswegen von
einem Standgericht zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilt.
Seinem Beispiel folgend, kamen Hunderte weitere Soldaten für
ihren Widerstand gegen den Vietnamkrieg ins Gefängnis. Diese
Bewegung hatte 1971 ein derartiges Ausmaß angenommen, dass
eine Kommission des Pentagons zu der Auffassung gelangte, über
die Hälfte der in Vietnam kämpfenden
Truppenmitglieder
sei gegen den Krieg. Zwischen 1967 und 1973 desertierten 503 926
Soldaten und Wehrpflichtige. Dennoch versuchen Regierung, Medien
und die amerikanische Gesellschaft nach dem Rückzug der
amerikanischen Truppen und dem Fall von Saigon diese Tatsachen aus
dem kollektiven Gedächtnis zu streichen. Ausgehend von
Aussagen zahlreicher Veteranen aus der Bewegung der
Kriegsdienstverweigerer sowie von Dokumentarfilmen aus den 70er
Jahren rekonstruiert Filmemacher David Zeiger die zehn Jahre der
amerikanischen Beteiligung am Vietnamkrieg und die Protestbewegung
dagegen.
Donnerstag,
19. Juni 21.00
Uhr
Die
Geschichte eines
Toten
BRD 2004
Es
war das spektakulärste Attentat der
Nachkriegsgeschichte. Die Entführung und Erschiessung des
Arbeitergeberpräsidenten Hans Martin Schleyer durch die RAF im
sogenannten "deutschen Herbst". Der Film zeigt die Biographie des
ehemaligen SS-Unterstürmführers Schleyers, der seine
Karriere im Nationalsozialismus begann und später zu den
Scharfmachern der deutschen Wirtschaft zählte. Schleyer war
mit seiner Geschichte quasi ein "Magnet" für eine
Entführung durch die RAF.
Donnerstag,
17. Juli, 21.00
Uhr
Pierburg
- ihr Kampf
ist auch unser Kampf
BRD 1974/75, Dokumentation, 49 min
Am
13. August 1973 legten Arbeiterinnen und
Arbeiter bei der Pierburg AG in Neuss, vor allem migrantische
Frauen, die Arbeit nieder – ohne dass eine Gewerkschaft
offiziell zum Streik aufgerufen hätte. Die Bosse holten als
erstes die Polizei und der Neusser Polizeidirektor erklärte:
„Eine wilde Arbeitsniederlegung gilt als Revolution!“,
um ein repressives Eingreifen zu rechtfertigen. Trotzdem konnten
sich die ArbeiterInnen hier durchsetzen, weil es im Streik gelang,
die Spaltung nach Herkunft und Geschlecht zu
überwinden.