Vom 7. bis zum 9. Juli 2008 fand im am Toya-See liegenden Hokkaido in Japan das diesjährige Treffen der “Group Of Eight”, dem sog. G8 statt. Die Proteste gegen den G8-Gipfel in Japan waren aus Sicht der Veranstalter ein Erfolg (eng). An der Demonstration am 5. Juli hatten sich 5000 Personen aus Japan und etwa anderen 50 Ländern beteiligt. Die Die Einschränkungen des Versammlungsrechts gelten als beispiellos in der Geschichte der G8.
Quelle indymedia
mehr lesen... 10. Juli 2008
redside
Infocafé der autonomen Jugendantifa
Am Samstag, den 2. Februar könnt ihr im Jugendantifacafé ein Film von freundeskreis videoclips zum vergangenen G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm sehen. Im Anschluss werden AktivistInnen von ihren Erlebnissen vor Ort erzählen und es gibt natürlich wie jeden Samstag lecker Essen.
Sa. 2. Februar, ab 18.00 Uhr
in der Schwarzen Katze, Mittlere Kanalstr. 19, U-Bahn:Gostenhof
30. Januar 2008
Autonome Jugendantifa
Block G8 Soliparty
Freitag, 27. Juli 2007
22:00 Uhr
DESI, Brückenstr. 23
Der vielfältige, widerspenstige und radikale Widerstand gegen das G8 Treffen Anfang Juni in Rostock und rund um Heiligendamm war ein Fest der internationalen Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung. Die gemeinsame Mobilisierung ließ nicht nur staatliche Repressionsversuche ins Leere laufen, weit über 10.000 Menschen gelang es sogar, das Treffen der G8 trotz aller Sicherheitsvorkehrungen effektiv zu blockieren. Heiligendamm war auf dem Landweg von seiner Infrastruktur abgeschnitten! Die Kritik an den bestehenden Verhältnissen globaler, sozialer Ungerechtigkeit und Kriegspolitik strahlte unüberhörbar von der Ostseeküste in die Welt:
Ya Basta – Es reicht!
Die Zeit für die G8 läuft ab, unsere bricht erst an! Am 27. Juli steigt in der Desi ein Fest für all jene, die vorbereitet haben und dabei, für all jene, die die beeindruckenden Ereignisse des G8 Protestes auch im Nachhinein aufsaugen möchten und natürlich all jene, die jetzt mit Repression zu kämpfen haben.
Ein Fest mit eindrucksvollen Bildern und Videoclips des Widerstands und rebellischer Musik von Russophobie-, Kampfansage- und Maos Rache Djs!
12. Juli 2007
radikale Linke
Bereits über einen Monat ist er jetzt her, der G8 Gipfel in Heiligendamm und allerseits geht es nun an die Auswertung des Widerstandes, der Arbeit vor dem Gipfel und vor allem darum wie es weiter geht. Die Nürnberger HipHop crew kurzer Prozess wertet dabei für sich selbst vor allem die mediale Berichterstattung scheinbar als Erfolg. Andernfalls wäre wohl der Track
Kurzer Prozess – liebe Sabine
nicht entstanden, mit dem die crew auf einen Artikel einer namhaften Redakteurin auf Seite drei der Nürnberger Nachrichten reagiert… Uns wurde der Track jetzt zu gespielt, lustige Sache auf jeden Fall und hörenswert noch obendrein.
Mehr zum Hintergrund und den vollen Artikel könnt ihr hier nachlesen…
mehr lesen... 04. Juli 2007
redside
Wir sind Teil derjenigen, die vom 2. – 8. Juni in und um Rostock und rund um den Zaun von Heiligendamm ihre Ablehnung und Null-Toleranz mit der Politik der G8-Staaten in den unterschiedlichsten Aktionsformen zum Ausdruck brachten. Wir sind Teil derjenigen, die trotz massiver Repression, Stimmungsmache und Hetze uns nicht davon abbringen ließen, ihr Recht auf Demonstrations- und Versammlungsfreiheit während der gesamten Tage durchzusetzen. Wir sind Teil derjenigen, die sich als eine globale Bewegung begreifen, seit Seattle und Genua nicht zur Ruhe kommen und auch nach Rostock nicht still zu kriegen sind. Wir sind Teil derjenigen, die sich mit dem Ist-Zustand dieser Welt – nämlich permanenter Ausbeutung und Unterdrückung nicht länger zufrieden geben wollen.
Zusammen mit 60.000 anderen, trotzten wir sämtlichen Kriminalisierungsversuchen im Vorfeld, wie den bundesweiten Hausdurchsuchungen, und demonstrierten am 2. Juni durch die Straßen Rostocks, um unserer Forderung nach einer Welt jenseits kapitalistischer Verhältnisse Gehör zu verschaffen. Trotz militärischen Ausnahmezustands und polizeilicher Dauerprovokation forderten wir am Montag zusammen mit 15.000 anderen das Bleiberecht und globale Bewegungsfreiheit für alle.
Am Dienstag ließen wir uns trotz zunehmender Einschränkung der Demonstrations- und Versammlungsfreiheit nicht davon abbringen am Flughafen Rostock-Lage – an welchem die Delegationen ankamen – unsere Position, nämlich das klare eindeutige Nein zu Krieg und Folter gemeinsam mit 10000 anderen auf die Straße zu tragen.
Während der G8-Gipfeltage vom 06. – 08. Juni blockierten wir zusammen mit 20.000 anderen die Zufahrtsstraßen rund um Heiligendamm. Gemeinsam ist uns allen das eigentlich Unmögliche gelungen. Wir sind in die militärisch abgeriegelte Sicherheitszone rund um Heiligendamm ein- und bis zum Zaun vorgedrungen. Dass wir dies geschafft haben, ist das Werk all derjenigen, die trotz der zahlreichen Einschüchterungs- und Spaltungsversuche seitens der bürgerlichen Medien, seitens der eskalativen Polizeitaktik und seitens der etablierten Parteien, sich nicht davon abbringen ließen, ihre Form der Delegitimation der G8 und ihre Form des Widerstands dorthin zu tragen, wohin sie gehört: auf die Straßen vor Heiligendamm, auf die Zufahrtsstraßen zum Gipfel der Ungerechtigkeit.
Wir bedanken uns bei all denjenigen, die die kraftvollen Tage des Widerstands in Rostock zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließen; die dafür gesorgt haben, dass all das, was wir uns in diversen Aktionskonferenzen, Vorbereitungstreffen und schriftlichen Aufrufen zum Ziel gesetzt haben, tatsächlich eingetreten ist, in den Camps, auf den Straßen, in den Bündnissen usw. Wir gratulieren all denjenigen, die den Mut hatten, trotz Wasserwerfer, Pfefferspray und Tränengas den Weg durch die Felder bis zum Ziel zu gehen. Und wir bedanken uns bei all denjenigen, die die unermüdliche und unsichtbare Arbeit im Hintergrund geleistet haben, die in den Voküs geschnippelt und gekocht haben, die in den Camps die Dixies geleert und die Camps vor polizeilichen und faschistischen Übergriffen geschützt haben, die die Verletzten versorgt und die Gefangenen unterstützt und anwaltlich beraten haben und die in den Medienzentren unsere Welt des Widerstands publik gemacht haben.
Weder im Vorfeld noch während der Tage des Widerstands ist es den zahlreichen Strategen gelungen, die vorhandene Solidarität durch eingeschleuste Debatten zu spalten. Nachdem die kapitalistische Herrschaft und damit auch die Gipfel der Herrschenden zunehmend an Legitimation verliert, setzen Politik und Medien alles daran fortschrittlichen, kämpferischen und antikapitalistischen Widerstand zu delegitimieren. Dazu gehört auch die unglaubwürdige und jeglicher Realität entbehrende Berichterstattung, die uns die Nürnberger Nachrichten (NN), die sich neuerdings als Sprachrohr des Verfassungsschutzes hervorzutun, über die Gipfelproteste und ihre Verankerung hier in Nürnberg bieten. Sie ist desgleichen Geistes Kind, das die Nürnberger Zivilgesellschaft als Augenzeuge selbst aus der Vergangenheit kennt. Die zahlreichen Blockaden gegen Nazis und Krieg, Demonstrationen gegen Sozialraub und das Treffen der Innenminister hier in Nürnberg, haben die meisten anders erlebt, als von der NN vermeintlich „unabhängig“ berichtet. So wurde ein Lagerfeuer versehen mit einem Foto aus Berlin schon einmal zur brennenden Barrikade. Solche Verdrehungen werden dann meist auch prompt von der Polizei benutzt um Grundfreiheiten einzuschränken – siehe z.B. das Demonstrationsverbot bei der lokalen Anti-G8 Demo vor der Novartis.
Die Rückendeckung für derart mediale Gewaltinszenierung wie sie die NN betreibt, kommt - wie hätte es anders sein können - von der CSU. Diese ist es, zusammen mit ihrer Schwesterpartei CDU, die reaktionäre Tendenzen bestärken und die autoritäre Herrschaft ausbauen. Bei vielen Aussagen v. Politikern dieser Parteien fragt man sich, ob nach 70 Jahren dort immer noch dasselbe Gedankengut herrscht. Verwunderlich ist es da nicht, wenn sich die örtliche CSU nach der Schließung des KOMM nun erneut zum Fürsprecher von Rechtsextremen macht und die Forderung der „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ nach der Streichung der Mittel für die DESI aufgreift. Parteiliche Flüchtlingsarbeit ist ihnen genauso ein Dorn im Auge wie nonkonforme und nicht-marktgerechte Soziokultur.
Für die Zukunft gilt es nun, das was bei den Widerstandstagen rund um Heiligendamm erprobt wurde, weiterzuentwickeln und inhaltlich wie praktisch zu radikalisieren. Es gilt die praktischen Erfolge, die Ergebnisse eines gemeinsamen Handelns verschiedenster linker Kräfte und die (temporäre) gesellschaftliche Präsenz auszubauen und vor allem lokal zu verankern.
Nicht nur bei diesem Gipfel – einem Gipfel des Protests & Widerstands – auch hier vor Ort in allen Basisbereichen sollen, müssen und können erfolgreiche Kämpfe und die Solidarität untereinander realisiert werden, um gemeinsam Schritte zu gehen hin zu einer Welt jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung.
Dies ist ein Aufruf an uns alle!
Die G8 wurden delegitimiert – delegitimieren wir nun ein unvernünftiges Gesellschaftssystem!
All around the world we agree: make capitalism history!
15. Juni 2007
radikale Linke
Am 26.05.2007 beteiligten sich über 500 Menschen an dem Protesten im Rahmen des lokalen Aktionstages gegen die Politik der G8-Staaten in Nürnberg. Dazu aufgerufen hat das vom Sozialforum Nürnberg initiierte lokale Anti-G8-Bündnis an dem sich mehrere Gruppen und Organisationen aus Nürnberg, Fürth und Erlangen beteiligen.
Durch zahlreiche Infostände, Redebeiträge, Ausstellungen, einen Bühnenprogramm und vielen mehr wurde über die Politik der G8 und die Kritik an ihnen informiert.
Die darauf folgenden Demonstration mit ihren etwa 500 TeilnehmerInnen verlief ebenso erfolgreich wie der restliche Aktionstag trotz des eher regnerischen Wetters und das von der Stadt Nürnberg an den Haaren herbeigezogenen Konstrukts mit Hilfe dessen sie einen Protest vor Niederlassungen des in internationaler Kritik stehenden Pharmakonzerns Novartis verhinderte.
Weitere Berichte sowie die Pressemitteilung des Bündnisses findet ihr hier.
28. Mai 2007
redside