Monatsarchiv für November, 2008

Thor-Steinar-Shop muss weg!

stop thor steinarAm Freitag, den 28. November 2008 hat in der Kurt-Schumacher-Straße 8 beim Nürnberger Kornmarkt ein Geschäft der bei Neonazis beliebten Kleidungsmarke “Thor Steinar” eröffnet.

Bereits am Eröffnungstag protestierten über 30 AntifaschistInnen gegen den Nazi-Laden und klärten PassantInnen über die Hintergründe der Marke “Thor Steinar” auf.

Weiterer Widerstand folgt bereits diesen Samstag. So organisiert das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB) eine Demonstration gegen das Bekleidungsgeschäft “Tønsberg”.Die Demonstration beginnt um 13:30 Uhr am Zentralen Omnibus-Bahnhof. Dort haben in unmittelbarer Nähe Neonazis ab 14 Uhr eine zweistündige Kundgebung angemeldet, gegen welche sich zuerst der Protest richten wird. Danach zieht die Demonstration in Richtung Innenstadt vorbei am “Tønsberg”, um dort auf den Nazi-Laden aufmerksam zu machen.

Termine:

Samstag 29.11 ab 13:30 Uhr, Kundgebung am Zentralen Omnibus-Bahnhof von dort, um 16:00 Uhr, Demonstration gegen den Nazi-Laden “Tønsberg”

28. November 2008 redside

Antifa-Verbot vor Gericht

SolidaritätAm kommenden Mittwoch, den 26. November, wird erneut ein Prozess gegen einen jungen Antifaschisten vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth stattfinden. Ihm wird vorgeworfen, mit einem Filzstift auf einen Parkautomaten geschrieben zu haben. Der Angeklagte streitet “Tat” gar nicht ab, sondern wehrt sich mit dem Berufungsprozess gegen das Urteil aus der ersten Instanz. Vor dem Amtsgericht Fürth war er vom umstrittenen Jugendrichter Gerd Engelhardt zu zwei Tagen Jugendarrest, einem Jahr Stadionverbot und dem Verbot, sich an antifaschistischen Aktivitäten zu beteiligen, bestraft worden. Und das, obwohl die “Tat” in keinem Zusammenhang zu einem Politik- oder Sportereignis stand.

Nach Meinung des Antirepressionsbündnisses, das erst vor kurzem, am 8. November, eine erfolgreiche Doppeldemonstration in Nürnberg und Fürth organisierte, an der sich etwa 500 Menschen beteiligten, ist dieses Urteil ein politisches Urteil. Der Angeklagte soll den Kampf gegen faschistische Umtriebe aufgeben. Nun muss das Landgericht Nürnberg-Fürth erneut über ein Skandalurteil des Fürther Jugendrichters Gerd Engelhardt entscheiden, nachdem bereits eines seiner Urteile gegen Antifas komplett revidiert wurde.

Vor dem Prozess wird eine Solidaritätskundgebung stattfinden, zu der die organisierte autonomie (OA), die Antifaschistische Linke Fürth (ALF) und das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg aufrufen.

26. November 2008:
10:30 Uhr, Soli-Kundgebung vor dem Landgericht, Fürther Str. 110, Nbg
11:15 Uhr, Berufungsverhandlung des „ Antifa-Demo Verbot“ Prozesses, Landgericht, Fürther Str. 110, Nbg

21. November 2008 organisierte autonomie

Antifaschistischer Widerstand in Gräfenberg

Antifaschistische AktionMehr als 300 DemonstrantInnen folgten dem Aufruf antifaschistischer Gruppen aus Nürnberg und Fürth zur gemeinsamen Bündnisdemonstration in Gräfenberg. Unter dem Motto “NS-Verherrlichung stoppen! Kein Fußbreit dem Faschismus!” hatte ein Bündnis verschiedener linker und autonomer Gruppen, verschiedener Bündnisse gegen Rechtsextremismus aus Nürnberg und Fürth, kirchlichen Initiativen gemeinsam mit dem Gräfenberger Bürgerforum eine Demonstration angemeldet.

Damit ist in Gräfenberg wieder einmal gezeigt worden, dass sich antifaschistischer Widerstand nicht spalten lassen wird. Die Strategie der Polizei die Protestierenden in friedliche AntifaschistInnen und gewaltbereite “Chaoten” aufzuspalten ist wiedereinmal misslungen.
Durch das repressive Auftreten der Polizei konnte die Demonstration erst nach einer dreiviertel-stündlichen Verspätung beginnen. Denn es wurde auf aus Nürnberg mit einem Bus angereiste AntifaschistInnen gewartet, die von der Polizei “überfall-artig” einer Kontrolle unterzogen wurden.

Eine Augenzeugin berichtete: “Sechs Polizei-Beamte stürmten ohne vorherige Ankündigung in den Bus und stießen die im Gang stehenden Personen, die auf die Aufklärung der folgenden Maßnahmen bestanden, kommentarlos beiseite. Der Busfahrer wurde genötigt die Türen zu schließen, obwohl sich die PolizistInnen noch immer im Bus befanden. Der Bus mußte zu einem nahegelegenen Parkplatz fahren, wo alle BusinsassInnen einer intensiven Leibesvisitation unterzogen wurden.”
Der Einsatzleiter dieser absolut schikanösen Durchsuchungs-Aktion begründete diese damit, dass ihm Informationen über die Anreise von “37 kriminellen Jugendlichen aus Nürnberg” vorgelegt worden waren. Zahlreiche InsassInnen des Busses kündigten an gegen besonders “engagierte” Polizei-Beamte Dienstaufsichtsbeschwerden zu stellen.

Dabei kann es sich nur um eine weitere Schikane des Forchheimer Polizeidirektors Ludwig Herzings handeln. Bereits im Vorfeld hat er gemeinsam mit weiteren Kollegen des Forchheimer Landratsamtes und der Polizei versucht das Bürgerforum Gräfenberg einzuschüchtern. Es wurde gar gefordert, sich von der Bündnisdemonstration und dem gemeinsamen Aufruf zu distanzieren. Die Anreise von “Entglasern” würde befürchtet, da es sich bei den OrganisatorInnen um “Linkskriminelle” handele, die Gräfenberg “aufmischen” wollten.
Dementsprechend gestaltete sich auch das Stadtbild am vergangenen Samstag. Polizei-Einsatzkräfte wurden gar aus anderen Bundesländern angefordert.
Bereits seit 9 Uhr waren Polizei-Einsatzwägen in Gräfenberg präsent und behinderten, trotz vorheriger Absprachen, die Gräfenberger Bevölkerung bereits vor 10 Uhr bei ihren Einkäufen.
So kamen diesmal zwar weniger Gräfenberger BürgergerInnen zu den Protest-Aktionen am Marktplatz, die Stimmung war aber durchweg optimistisch und solidarisch. Einschüchtern lassen wollte sich von den Anwesenden niemand.

Auch das Gräfenberger Bürgerforum zeigte sich wieder einmal solidarisch und kündigte an, die gute Zusammenarbeit mit allen antifaschistischen Initiativen auch in Zukunft fortzuführen.

Quelle: de.indymedia.org

17. November 2008 Antifaschistisches Aktionsbündnis

Infocafé | Schule im Kapitalismus

22. November | 18.00 Uhr | Stadtteilladen Schwarze Katze

Infocafé der Autonomen Jugendantifa zum Thema “Schule im Kapitalismus”

Dazu gibt’s lecker Essen, Mate, Bier und noch viel mehr!

10. November 2008 redside

Doppeldemo gegen staatliche Repression

DoppeldemoRund 500 Menschen demonstrierten heute durch Nürnberg und Fürth, um die wachsende Repression gegen AntifaschistInnen in der Region anzuprangern. Viele PassantInnen zeigten sich interessiert und äußerten sich auch oft empört über das Verhalten von Bullen und Justiz. Bullen hielten sich zurück. Solidaritätsbündnis fordert auch weiterhin dazu auf Widerstand zu leisten, gegen Ausbeutung und Unterdrückung zu kämpfen und Betroffene nicht alleine zu lassen.

Bei strahlender Sonne trafen schon um zehn Uhr morgens die ersten DemonstrantInnen ein, um einen Infostand zu unterstützen, der nocheinmal möglichst viele PassantInnen mobilisieren sollte. Überraschenderweise und entgegen der vorher getroffenen Ansagen der Bullen, standen gleich vier Videobusse, teils zivil, teils grün, an allen Ecken des Platzes der Auftaktkundgebung und unterstrichen mit permanenten Aufnahmen die Brisanz des Mottos des Tages: „Gegen jede Kriminalisierung von AntifaschistInnen und AntikapitalistInnen, denn kriminell ist das System und nicht der Widerstand!“
„Lasst es krachen, lasst es knallen, den Bullen in den Rücken fallen!“

Den Tag verderben lies sich davon aber keiner und nachdem gegen 12:15 Uhr die Auftaktkundgebung begann war klar, dass die Demo ein voller Erfolg werden würde. Um auch alle nochmal zu informieren um was es ging, gab es erst mal einen Redebeitrag der Antifaschistischen Linken Fürth [ALF] zu hören, der die Repressionswelle in der Region, die vor gut einem Jahr begann zusammenfasste. Auch gab es noch ein Grußwort eines Antifaschisten zu hören der vor einem Jahr mit drei anderen zusammen mit dem Vorwurf festgenommen wurde, sie hätten antifaschistische Parolen mit Straßenmalkreide an Hauswände gemalt. Nachdem der berüchtigte Fürther Jugendrichter Engelhardt die vier zu Jugendarrest und Geldstrafen verurteilte, wurden sie letzten Mittwoch in zweiter Instanz Freigesprochen. Aus Sicht des Solidaritätsbündisses eine Selbstverständlichkeit, da ihnen die Tat nicht bewiesen werden konnte und auch der Vorwurf an sich eine Farce war. Gleichzeitig ist das Urteil aber auch als Erfolg der Antirepressionsarbeit zu werten, die große Teile der Öffentlichkeit informierte und schon zum Berufungsprozess eine Kundgebung mit über 60 TeilnehmerInnen auf die Beine stellte.
Rund 500 Menschen beteiligten sich dann auch an der heutigen Demo und zeigten laut und entschlossen, dass sie in keinster Weise von politischen Prozessen und Bullengewalt eingeschüchtert sind.
Vor dem Polizeipräsidium Nürnberg Mitte fand die erste Zwischenkundgebung statt, danach versüßten einige Rauchbomben und Knaller den Weg zurück durch die Karolinenstraße. Dieser wurde von Bullen und Ordnungsamt so vorgeschrieben, da ansonsten der Konsum in der parallel verlaufenden Breiten Gasse gestört werden könnte.

„Wir demonstrieren wo wir wollen, auch in euren U-Bahnstollen!“

Nach dem kurzen Weg weiter bis zum ehemaligen KOMM, jetzigen K4, gab’s dort abschließend noch zwei Redebeiträge und ein paar Infos zur nächste Woche stattfindenden Linken Literaturmesse, bei der es zahlreiche Buchvorstellungen und von Klassikern bis Neuerscheinungen alles was das linke Leser-Herz begehrt geben wird. (mehr Infos unter www.linke-literaturmesse.org).
Mit der U-Bahn ging’s dann weiter nach Fürth. Nach der 15-minütigen Fahrt, bei der zahlreiche zufällige MitfahrerInnen informiert und mit Parolen und Lieder beschallt wurden, empfing auf dem Bahnhofsvorplatz die Sonne die TeilnehmerInnen. Bevor es durch die Fußgängerzone weiter zum Fürther Amtsgericht ging gab’s nochmal einige Reden um neu dazu gekommene AntifaschistInnen und PassantInnen über die Vorkommnisse des letzten Jahres zu informieren. Schon in der Fürther Fußgängerzone begannen die ersten DemonstrantInnen die Stadt zu verschönern und schrieben mit Kreide Parolen auf den Boden und die Hauswände. Wenn irgendwelche Konzerne ihre Werbung dort zeigen dürfen, weshalb sollen dann nicht auch wir ein Zeichen gegen Nazis, Bullen und Kapitalismus setzen dürfen?

„Organisiert den Widerstand, malt mit Kreide an die Wand!“

Nachdem die ersten damit angefangen hatten, war auch der Rest nicht mehr aufzuhalten und viele FürtherInnen werden sich wohl noch lange über die Parolen und Statements gegen Ausbeutung und Unterdrückung freuen. Die Bullen wussten mit dieser Inflation des Kreideterrorismuses dann auch nichts mehr anzufangen bzw. wussten nicht was dagegen tun und beschränkten sich darauf, die Anmelderinnen wegen ein paar Knallern und DemonstrantInnen auf dem Gehsteig statt auf der Straße zu stressen. Unbeeindruckt von der Forderung des Ordnungsamtes und der Bullen im Park gegenüber der Fürther Bullenwache die Abschlusskundgebung abzuhalten, blieb die Demo mitten auf der Straße stehen. Immerhin verkündete auf dem polizeilich vorgesehene Platz sogar ein Schild, dass das Betreten der Grünfläche verboten ist.

„Beim Hungern und auch beim Essen, vorwärts und nicht vergessen, die Solidarität!“

Letztendlich fuhren alle wohlbehalten und ohne Festnahmen in der U-Bahn zurück Richtung Nürnberg. Im Stadtteilladen Schwarze Katze in Gostenhof gab’s noch leckeres Essen für die von dem doch sehr langen Tag erschöpften DemonstrantInnen.
Was bleibt vom heutigen Tag: Niemand ist alleine, bei staatlicher Represseion. Aus verschiedenen süddeutschen Städten kamen AntifaschistInnen und AntikapitalistInnen um ihre Soilidarität zu zeigen und auch um ihre eigenen Erfahrungen mit Repression zu erzählen. Beispielsweise erzählten Antifas aus Stuttgart über den Prozess gegen Anti-Nazi-AktivistInnen, die in Böblingen angeblich Nazis überfallen haben sollen und dafür teilweise zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Auch zeigte die Radikale Linke [RL] aus Nürnberg auf, inwieweit sich das neue bayrische Versammlungsgesetz im Zusammenhang mit Repression einordnen lässt. Vom Soli-Komitee www.natalja.blogsport.de gab’s einen Redebeitrag zu der Aktivistin Natalja aus dem Nürnberger Raum, die wegen verschiedenen Vorwürfen noch bis Mitte nächsten Jahres im Knast sitzt. In einem weiteren Redebeitrag setzte sich die organisierte autonmie (OA) mit Repression und dem Widerstand dagegen auseinander.
Passend zum Arbeitsbereich des Arschloch-ähh Jugendrichters Gerd Engelhardt wurde an seinem Arbeitsplatz, dem Fürther Amtsgericht, eine Rede der Autonomen Jugendantifa (AJA) zum Jugendstrafgesetz und jugendspezifischer Repression gehalten.
Zusätzlich referierte das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg über die polizeilichen Einschüchterungsversuche gegen Mitglieder des Bürgerforums Gräfenberg, die im Sommer dieses Jahres einen Aufmarsch der NPD erfolgreich blockierten.

Die Aktionen wurden von einem Solidaritätsbündnis bestehend aus dem Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg [AAB], der Antifaschistischen Linken Fürth [ALF] und der organisierten autonomie [OA], sowie zahlreichen unterstützenden Gruppen organisiert.

Zeigt Solidarität mit den Betroffenen staatlicher Verfolgung!
Denn:
Betroffen sind Einige, gemeint sind wir Alle!

Quelle: de.indymedia.org

10. November 2008 organisierte autonomie

Nikolaus Sucks Party 2008

+++ KRUM BUMS +++ NEIN NEIN NEIN +++ GUILLOTINE +++ HIGH SOCIETY +++

Samstag 06.12.2008 | Einlaß 19.30 Uhr | DESI, Brückenstr. 23

Klassischer Punkrock mit jeder Menge Wut und Agression trifft auf die Melodien und die Hymnen von Anti-Flag, hört nebenher noch ein bisschen Crust vom Schlage Wolfbrigade und mixt das Ganze zu einer sehr geilen eigenen Mischung zusammen. Gänsehaut-Akkorde und zwei Sänger, die sich perfekt ergänzen. Das hier ist alles andere als ein Aufguss der üblichen 80er Jahre-Punkrock-Klischees, das hier ist frisch, wütend, zeitgemäß und dabei zugleich old-schoolig, das kann einfach alles! Perfekt! Hammer! Außerdem werden noch Nein Nein Nein aus Mönchengladbach (war da nicht was?) mitspielen, die manchmal mit Turbostaat oder Düsenjäger verglichen werden. Aber Nein Nein Nein sind viel schneller, sie sind deutlich härter und aggressiver. Alle Songs dauern kaum länger als eine Minute und schaffen es in dieser Kürze der Zeit tatsächlich alles Wesentliche auf einen Punkt zu bringen. Emotionen, Kick-Ass-Feeling, Geschwindigkeit, Leidenschaft und kritische, ungewöhnliche Texte. Als Support werden Guillotine und High Society mit dabei sein. Diese Show sollte sich wirklich keiner entgehen lassen.

Supported by: concretejunglerecords.com, msm1279records.com, blockactionmusic.de, no sympathy booking, vapca.org

10. November 2008 redside

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