Monatsarchiv für März, 2007
Dieses Jahr findet nun schon zum 30. mal der Kongress der “Bundeskooardination Internationalismus” (BUKO) vom 06. bis 09. April in Leipzig statt, der damit auf eine lange und wechselhafte Bewegungsgeschichte zurückblicken kann (BUKO wird 30).
In diesem Jahr steht der BUKO30 im engen inhaltlichen Bezug zum G8-Gipfel und zu den Protesten gegen ihn und beabsichtigt Perspektiven und Praxis miteinander zu verknüpfen. Dabei möchte er sich vor allem im Zuge der diesjährigen Großmobilisierung weitgehend ausgeblendete Themen (wie z.B. Feminismus und Antisemitismus) annehmen. Die inhaltlichen Knotenpunkt werden bisher unter den Arbeitstitel „Energie“, „Migration“, „Militarismus“, „Ökonomisierung und Privatisierung“ sowie „Geschlecht-Macht-Politik“, „Widerstand und Organisierung“ und „unerwünschte Anschlüsse“ vorbereitet. Das ganze findet vom 06. bis 09. April in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Campus Jahnalle (Jahnalle 59, 04109 Leipzig) statt.
Weitere Informationen zum BUKO30:
21. März 2007
redside
Der 18. März wurde 1923 zum “Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen” von der Internationalen Roten Hilfe (IRH) erklärt.
Dieses Datum geht zurück auf den “Tag der Pariser Commune” und erinnert zum einen an den ersten Sieg der kommunistischen Bewegung und zum anderen an die Opfer durch die Reaktion, deren Rache 25000 Menschen das Leben kostete. Weitere 3000 starben in den Knästen und 13700 wurden zu meist lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt.
Der 18. März gilt zum Gedenk an die GenossInnen der unterschiedlichsten Bewegungen die immer noch in allen Teilen der Welt hinter Gittern sitzen damit diese nicht vergessen werden.
Immer noch sitzen in der BRD Gefangene aus RAF seit nahezu 25 Jahren in Haft. Ihr bewaffneter Kampf richtete sich unter anderem gegen die Kriegspolitik der imperialistischen Zentren. Aus ähnlichen Gründen sitzen ebenso GenossInnen der Action Directe unter extrem harten Bedingungen im Knast. Ihre Haftstrafen sind schon lange abgesessen, doch sie werden aus politischen Gründen weiter festgehalten. Des weiteren werden Militante aus dem Spektrum der PCI (Italien), der GRAPO/PCE(R) (Spanien), sowie mehrere hundert politische Gefangene aus dem Baskenland, der Bretagne und aus dem arabischen Raum in den Knästen festgehalten.
Seit Jahrzehnten kämpfen die Menschen im Baskenland für ihr Selbstbestimmungsrecht, ebenso lange werden ihre Forderungen mit Repression, Verfolgung und Folter beantwortet. Noch immer sind mehr als 2000 Basken weltweit auf der Flucht. Es gibt über 700 Gefangene, die über mehrere Staaten verstreut sind. Die meisten sind in Spanien inhaftiert, sie sitzen dort in über 84 Gefängnissen. 60% Prozent von ihnen befinden sich in Isolationshaft und viele werden misshandelt und gefoltert. Die Rachepolitik gegen Inaki De Juana, der seit über 3 Monaten im Hungerstreik ist, und die Illegalisierung und Kriminalisierung der Jugendbewegung SEGI sind die jüngsten Beispiele vom Ausnahmezustand im Baskenland.
Ähnliches erleben auch die anderne Gefangenen weltweit. So sitzt z.B. Mumia Abu-Jamal nun schon seit 1981 in der Todeszelle oder weitere Gefangene der ehmaligen Black Panther Bewegung nun schon seit über 30 Jahren in Gefangenschaft.
Für die länderübergreifende Verfolgung von politischen Oppositionellen werden dazu so gennante “Anti-Terror-Gesetze” verabschiedet und “Schwarze Listen” von der herrschenden Klasse erstellt. Immer mehr Oppositionelle werden dann im Namen des “Kampfes gegen den Terrorismus” als “Terroristen” gebrandmarkt. Dabei werden die Menschen mit “gut” oder “böse” bzw “systemtauglich” oder eben nicht etikettiert.In erster Linie soll damit eine Spaltung vorangetrieben werden, die sich in Isolation und Vereinzelung ausdrückt.Die Isolation zwischen den Kämpfenden innerhalb der Knäste und denen außerhalb der Knäste, aber auch Isolation von revolutionären Kräften und dem Rest der Gesellschaft sind eine Grundvoraussetzung für das bestehen kapitalistischer Staaten. Sie erfüllen den Zweck der Verhinderung von organisierten und breiten Widerstand.
Deshalb wird diese Isolationspolitik und Internationalisierung der kapitalistischen Ausbeutung mit verschiedenen Mitteln vorangetrieben. Sie wird erkennbar in der imperialistischen und neokolonialistischen Vorherrschaft, aber auch in der internationale Vernetzung der Militär-, Geheimdienst-, Polizei-, Medien-, Bildungs-, und Flüchtlingspolitik. Weil die Frage der politischen Gefangenen mit der kapitalistischen und neokolonialen Ausbeutungsverhältnissen zentral verknüpft ist, muss die internationale Solidarität mit den Gefangenen ein wichtiger Bestandteil des Kampfes für eine Welt frei von Ausbeutung und Unterdrückung sein.
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Freilassung aller Flüchtlinge, die in Abschiebehaft sind!
Solidarität mit den internationalen Gefangenenkämpfen!
Solidärität mit allen Gefangen weltweit!
weitere Informationen zum 18. März 2007
16. März 2007
redside
Film+++Konzert+++Party
Erst Film, dann Konzert mit den Commandantes

dann Party!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Wann: 16.03.2007, 21:00 Uhr
Wo: Kunstverein Nürnberg, Frankenstr. 200
13. März 2007
organisierte autonomie
mit zwei Vertretern der Jugendorganisation SEGI
In Euskadi setzt der spanische Staat die Repression gegen die linke Unabhängigkeitsbewegung weiter fort, doch der Widerstand geht weiter.
Zwei Vertreter der von Repression betroffenen Jugendorganisation Segi informieren.
Donnerstag, 15. März 2007, 20.00 Uhr
Archiv Metroproletan, Eberhardshofstr. 11 Hinterhaus, Nürnberg-Gostenhof
Veranstalterin: organisierte autonomie (OA)
07. März 2007
organisierte autonomie
Keine Delegitimierung von Kapitalismuskritik!

Solidarität mit den politischen Gefangenen!
Bereits seit mehreren Monaten betreiben die Medien in der BRD eine beispiellose Meinungshetzte gegen die Freilassung der letzten Gefangenen aus der roten Armee Fraktion. Von Reueeingeständnissen und Mitwirkung an der Ergreifung der “Mittäter” ist da die Rede, von Schuldeingestäund Entschuldigungen. Den Höhepunkt erreichte die Hetze inzwischen im Laufe der Berichterstattung über Christian Klars kapitalismuskritisches Grußwort an die Rosa Luxemburg Konferenz. Seine Kapitalismuskritik führte zu einem Empörungssturm bei den BRD PolitikerInnen und gipfelte in Aussagen Stoibers, wie er solle nie wieder aus der Haft entlasssen werden. Durch diese Aussagen versuchen Medien und PolitikerInnen offensiv jede Kapitalismuskritik zu delegitimieren!
Doch Kritik am bestehenden System ist nicht im geringsten delegitim, sondern notwendig!
Am Samstag den 10.03.2007 in Nürnberg eine Kundgebung gegen die Meinungshetze und die Delegitimierung jeglicher Kapitalismuskritik statt!
Linke Politik verteidigen!
Finger weg von unserer Geschichte!
Freiheit für Christian Klar und alle politischen Gefangenen!
Vollenden wir die Niederlage der Pläne des Kapitals und machen die Tür für eine andere Zukunft auf !
Samstag, 10.03.2007
16:30 Uhr
Lorenzkirche
Flugblatt zur Kundgebung
06. März 2007
radikale Linke
Spontandemo in Nürnberg
Am Montag den 05. März fand auch in Nürnberg eine spontane Solidaritätsdemo statt. Die Polizei löste diese Gewaltsam auf und nahm dabei 46 Personen fest.
Weiteres dazu findet ihr auf indymedia
06. März 2007
redside
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